Schnauzer & Riesenschnauzer vom Poggenfehn

"Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!"

Heinz Rühmann

Wozu überhaupt “Papiere”?

Was bedeuten eigentlich Papiere genau? Diese Frage stellen sich viele Menschen, gerade die Interessenten, die von sich sagen, dass ihnen Papiere unwichtig sind.

Außerdem denken viele Menschen: “Mein Hund braucht keine Papiere, ich möchte ohnehin nicht mit ihm züchten”. Doch das eine hat mit dem anderen wenig zu tun.

Was bedeuten die “Papiere”? Im Volksmund bezeichnet es die Ahnentafel des Hundes, auch Stammbaum genannt. Es ist der wichtigste Baum im Leben des Hundes, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht so sieht.

In der Ahnentafel stehen allerlei Dinge über die Vorfahren des Hundes in Sachen Wurftrag, Farbe, Chip-Nr., Ausbildungskennzeichen und auch Ausstellungstitel. Insgesamt stehen in der Ahnentafel die vier vorhergehenden Generationen des Hundes.

Und woher stammen all diese Daten?! Das ist leicht zu beantworten, denn unser Zuchtverband (Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V., kurz PSK) ist der einzig anerkannte Rassezuchtverein für Pinscher und Schnauzer im Verband des Deutschen Hundewesen (VDH). Der PSK führt seit Anbeginn der Zucht unserer Rassen das Zuchtbuch, womit es möglich ist, die Vorfahren der letzten Jahrzehnte zu erforschen, insofern man denn möchte.

Außerdem besagen Papiere, dass wir uns einer der strengsten Zuchtordnungen verpflichten. Wenn man “Papierzucht” betreibt, unterwirft man sich stetiger Kontrollen. Bspw. muss die Zuchtstätte durch den Verband abgenommen werden, zudem verpflichten wir uns stetiger Weiter- und Fortbildung.

Auch unsere Hunde werden durch Zuchtzulassungsprüfungen seitens des Zuchtverbands kontrolliert bevor der erste Welpe geboren werden darf. Das gilt im Übrigen nicht nur für Hündinnen, sondern für Rüden gleichermaßen.

Die Zuchtordnung gibt Rahmenbedingungen vor. Fragen Sie Ihren Züchter nach seiner Philosophie – meist ist diese noch strenger als die Zuchtordung….

Ist ein Wurf geplant, muss dass dem Verband direkt nach der “Hochzeit” mitgeteilt werden. Sind die Welpen geboren wird der Wurf unverzüglich  durch einen Zuchtwart des PSK  erstbesichtigt und kontrolliert. Der Zuchtwart inspiziert nicht nur den Wurf , sondern überzeugt sich auch bei jedem Besuch beim Züchter über Haltungsbedingungen (auch der anderen Hunde). Kurz bevor ein Wurf dann in die weite Welt hinaus gelassen wird, macht der Zuchtwart nochmals eine Zweitbesichtigung des Wurfes und dokumentiert auch diese.

Erst nach Eingang aller Dokumente und den Bestätigungen durch den Zuchtwart werden die Papiere seitens des PSK erstellt.

Man sieht also, dass Papiere nicht nur zum Züchten sinnvoll sind. Nein, denn sie sagen eigentlich viel mehr aus.

Zwar müssen wir nach wie vor unseren Hut vor der Natur ziehen und können nicht alles garantieren / absichern, aber wir können durch die “Papierzucht” ein Mindestmaß an gesundheitlichen Voraussetzungen schaffen, um die Möglichkeit von gesunden und wesensfesten Hunden zu erhöhen.

Wenn ein Hund “mit Papieren” einziehen wird, kann man sicher sein seiner Herkunft, und dass der Wurf / Hund vom Verband kontrolliert und besichtigt worden ist!


 

Irrtümer “über Papiere”

  • Wie Bitte? Der T-Wurf??? Sind das Ausbeuter?

Der Buchstabe richtet sich nach der Reihenfolge im Alphabet, er ist aber nicht auf einen einzelnen Hund bezogen, sondern auch den Wurf der Zuchtstätte, egal mit welchem Hund!